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Findus – eine „etwas andere“ Vogelgeschichte Teil 2

Findus - die Fortsetzung

Ja, die Geschichte von Findus hat inzwischen noch eine Fortsetzung gefunden .....
Geendet hat der erste Teil ja mit 5 Nymphen (3 Hähne und 2 Hennen) und von einer dritten Henne sollte erst einmal nicht die Rede sein.

Aber – wie so oft im Leben – kommt es erstens anders, als man zweitens denkt !

Bei einem Transporteinsatz für die Ziervogelhilfe bekam ich eine gescheckte Henne angeboten, die in ihrem Schwarm leider keinen richtigen Zugang zu ihren Artgenossen fand. Nach kurzem „hin und her“ fiel dann die Entscheidung doch eine weitere Henne aufzunehmen und so hielt Schecki, deren Alter unbekannt ist, ihren Einzug und aus dem „Schredder-Team“ wurde ein „Six-Pack“.


Hier ist Schecki zu sehen, unmittelbar nach ihrem Einzug.

Schecki war in den ersten Tagen recht still und zurückhaltend. Meine anderen Nymphen haben sie aber recht lieb aufgenommen - es gab zu keiner Zeit Gezeter und/oder Gehacke. Schecki verlies zuerst nur selten und wenn, dann ganz vorsichtig, die Voliere.

Ja und dann konnte ich immer wieder beobachten, dass Schecki einen stillen Bewunderer hatte. Pettersson saß oft in ihrer Nähe und flog nun auch nicht mehr so oft mit den anderen Nymphen im Zimmer umher. Nach und nach wurde Schecki mutiger und sicherer und verlies die Voliere immer öfter, um - gemeinsam mit Pettersson - Ausflüge in den beiden zur Verfügung stehenden Zimmern zu unternehmen. War Schecki mal außer Sichtweite, so waren laute Rufe von Pettersson zu hören.

Es sah so aus, dass hier die erste Pärchenbildung anbahnen würde. Eines Nachts wurde ich dann von wunderschönen, melodiösen Flöten-Tönen geweckt. Ich schlich mich an und sah und hörte - im schwachen Lichtschein der Notbeleuchtung - dass Pettersson „seiner“ Schecki ein wunderschönes Ständchen brachte – und das um ca. 02.30 Uhr.

Diese Offenbarung von Pettersson an Schecki rief aber auch Monty – gerade im „Flegel-Alter“ - auf den Plan. Auch er umwarb Schecki lautstark und versuchte Pettersson Konkurrenz zu machen. Schecki aber schien zu diesem Zeitpunkt ihr Herz schon fest an Pettersson verloren zu haben. Diese Beziehung ist zwar noch ganz in den Anfängen, aber ich konnte beobachten, dass sie ihm vorsichtig an den Füßchen knabbert und er ihr vorsichtig das Köpfchen krault. Die beiden sind inzwischen fast unzertrennlich und wenn einer der beiden mal einen anderen Platz aufsucht, dann folgt der zurückgebliebene oder der Ausflug des anderen ist nur von kurzer Dauer.

Ich bin schon sehr gespannt, was ich noch alles miterleben darf .

Und hier ein aktuelles Bild von allen
P.S.: Und noch bevor diese Fortsetzung an die Öffentlichkeit gegeben werden konnte, gibt es etwas nachzutragen: Schecki und Pettersson sind jetzt ein festes Paar!
Als ich nach Büroschluss nach Hause kam, vernahm ich leise, fiepende Geräusche, die mir bislang unbekannt waren. Ich schlich mich also ins Wohnzimmer und sah, das Pettersson auf Schecki hockte und sie trat. Die fiependen Geräusche waren von Schecki.
Im späteren Verlauf des Abend konnte ich die beiden beim gegenseitigen Köpfchen-Kraulen beobachten – was auch gleich noch am nächsten Morgen wiederholt wurde.

So, und hier endet nun der zweite Teil meiner Nymphen-Geschichte.
© Petra Brockmann, Düsseldorf

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