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Findus – eine „etwas andere“ Vogelgeschichte

Es begann alles im April des Jahres 2003.
Während eines Kurzurlaubs an der Ostsee erreichte mich ein Anruf meiner Mutter, dass ihr ein Nymphensittich zugeflogen wäre. Ich bat sie nichts unternehmen, bis ich zurück wäre. Als ich dann wieder Zuhause war, stürzte ich gleich zu meiner Mutter, um mir den „Hauben-Troll“ anzusehen. Erinnerungen an meine früheren Wellensittich-Zeiten tauchten auf.

Der kleine Kerl, so erfuhr ich dann von meiner Mutter, saß auf einem Baum in Nachbar's Garten. Sie sprach in an – wie es bei uns so Brauch ist, mit Besuchern zu „kommunizieren“. Als sie sich dann abwendete, um ins Haus zu gehen, hob er ebenfalls ab, flog eine große Runde und landete dann zielsicher auf ihrem Kopf. So gelangten dann beide – Mutter und Vogel – in die Wohnung.

Da saß er nun, der „graue Herr“. Er musste sich in der Zwischenzeit mit einem Katzentransportkäfig als Behausung begnügen, welches ihn aber wohl nicht besonders gestört hat. In den darauf folgenden Tagen durchforstete ich die Zeitungen, ob er wohl vermisst wurde. Aber nichts war zu entdecken. Irgendwie war ich froh, denn ich hatte ihn doch schon so sehr ins Herz geschlossen. Ich kaufte ihm einen Vogelkäfig und nannte ihn Findus. Zum einen mal, weil er ja ein „Findling“ war - zum anderen, weil mein Freund eine gewisse Ähnlichkeit mit Pettersson aus der sicherlich bekannten Geschichte von „Pettersson und Findus“ hat.


Findus

In den folgenden Wochen durchforstete ich das Internet, denn ich wollte mehr für die Spezies Nymphensittich erfahren. Schnell wurde mir bewusst, dass ich ihn keinesfalls weiter als Einzelvogel halten durfte. Ich machte mich also auf die Suche nach einem Partnervogel und auch einer größeren Behausung, denn der gekaufte Käfig wäre für 2 Vögel viel zu klein gewesen.

Von verschiedenen Seiten bekam ich dann zu hören, dass es egal wäre, ob man sich für einen gleich- oder gegengeschlechtlichen Partner entscheiden würde. So zog dann, kurze Zeit später - nachdem ich eine Zimmervoliere mit den Maßen 1,60 Höhe und 1,00 m Breite erstanden hatte – Pettersson bei mir und Findus ein. Die beiden lebten quasi nebeneinander her. Sie nahmen kaum Notiz voneinander - aber zum Glück stritten sie auch nicht. Gut, ich hatte die Gewissheit, dass Findus nicht mehr „alleine“ war; aber so richtig zufrieden war ich doch noch nicht.

Meine Sucht, mehr über sie und ihre Vorlieben und ihr Verhalten zu wissen, war noch lange nicht gestillt. Dann fand ich Berichte, über eine eventuelle Unverträglichkeit beim Zusammenleben zweier Hähne. Dies wäre zwar kein "muss", sondern nur ein "könnte".

Zwischenzeitlich hatte ich aber eh schon Überlegungen angestellt, meinen Bestand auf 4 Nymphensittiche (vielleicht 2 richtige Pärchen ?) zu erhöhen.

Die erste Henne, namens Lisa, kam dann urplötzlich und eigentlich ganz unverhofft in mein Leben. Bei einem Kaffeeklatsch von „Vogel-Verrückten“ ergab sich diese Möglichkeit. Eine der Vogel-Bekannten war dann so freundlich noch am gleichen Abend den Umzug zu managen (Dank an Dich liebe Nicole – und auch Dank an Marc, den „Spender“).
Lisa, ist eine wunderhübsche Zimt-Perlschecke, die sich ihrer Schönheit durchaus bewusst ist. Für den übernächsten Tag hatte ich eine Verabredung in einem Tierheim. Dort sollte eine Henne sitzen. Leider wurde ich in diesem Fall enttäuscht, denn dort saßen nur 3 Hähne – und ich musste unverrichteter Dinge heimfahren. Meine Aufmerksamkeit wurde noch am gleichen Abend auf eine Anzeige gelenkt, wo eine junge, wildfarbene Henne zu verkaufen wäre. Ich wollte ja möglichst schnell eine weitere Henne dazusetzen, damit nicht immer wieder neue Unruhe im „Hause Vogel“ entstehen sollte. 2 Tage später holte ich die kleine Lady, die ich Mona nannte, ab.

Damit sollte das Thema eigentlich seinen Abschluss gefunden haben. Aber die Geschichte ist noch nicht zuende.

Bei einem weiteren Treffen der „Vogel-Verrückten“ lies Mona die ersten Hahnen-Töne von sich hören. Oh, Schreck – also wieder ein Fehlgriff !? Ich spielte dann mit dem Gedanken Mona, spontan umgetauft in Monty, abzugeben. Aber alleine der Gedanke daran lies mir die Tränen in die Augen steigen.

Lisa
Inzwischen hatte ich mich ja auch schon Planungen für eine größere Voliere – geplant für den März des kommenden Jahres – beschäftigt. So das dann auch 6 Vögel - die ja auch fast täglichen Freiflug genießen – ohne Probleme wohnen könnten. Nach kurzer Zeit stand dann der Entschluss fest, dass eine „richtige“ Henne gesucht werden sollte. Auch hier konnte ich mich wieder auf die „Zuarbeit“ meiner „Vogelfreunde“ verlassen. Ich bekam den Link zu einem Beitrag, wo sich herausstellt hat, dass jemand leider zwei Hennen hatte und sich schweren Herzens von einer der beiden – zugunsten eines Hahnes – trennen wollte. Ich nahm also Kontakt auf und nach ein paar Mails und Telefonaten stand dann fest, dass „Rico“ zu mir umziehen sollte. Der Zeitpunkt war noch nicht festgelegt, denn man wollte sich erst nach einem Hahn für das verbleibende Tier umsehen. Da von meiner Seite aus ja auch keinerlei Eile bestand, war das ok. Der Umzug fand dann doch schneller statt, als zuerst angenommen und so zog eine hübsche Lutino-Henne, die in Roxy umgetauft wurde, ein.
Pettersson

Roxy

Jetzt gibt es bei mir also das Oberhaupt „Findus“ (sozusagen der Nymphitis-Auslöser), der, wie Nachforschungen ergaben – ca. 9 – 11 Jahre alt ist.
Und dann das „junge Gemüse“ im Alter von ca. 3 – 8 Monaten.
Findus, der bis jetzt leider kein wirkliches Interesse an einem Vogelpartner hat – sieht man mal von kurzen, zwischenzeitlich erfolgten Kraul-Aktion an Pettersson ab – will ich jetzt erst mal keine weitere Partnerein aufzwängen. Sollte sich an seinem Verhalten etwas ändern, so werde ich dann entsprechend reagieren. Bei den anderen, so hoffe ich, dass bald eine Pärchen-Bildung stattfindet. Erste Annäherungsversuche waren ja schon zu verzeichnen.

Über die intensiven Nachforschungen zum Thema Nymphensittich bin ich durch viele Foren gestöbert und so auch zufällig auf Vögel-in-Not (das Original - jetzt Ziervogelhilfe) gestoßen. Ich hatte inzwischen den Wunsch etwas aktiver, in Bezug auf Vögel, tätig zu werden.

Und so kam, es dass ich mich hier als Helfer / Abgabestelle bewarb und ihr nun meine Geschichte lesen konntet.

Und zum Abschluss noch ein Bild vom gesamten Schredder-Team
© Petra Brockmann, Düsseldorf

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